Der Bundestag hat die Anhebung der Treibhausgas-Minderungsquote im April 2026 verabschiedet. Künftig soll die Quote im Straßenverkehr bis 2040 schrittweise auf 65 Prozent steigen. Für Biogas- und Biomethanunternehmen ist das ein wichtiges Signal: Erneuerbare Kraftstoffe bleiben politisch gewollt und gewinnen im Verkehrssektor weiter an Bedeutung.
Neue Regeln setzen ein klares Signal für den Markt
Mit der Novelle werden die Rahmenbedingungen der THG-Minderungsquote deutlich weiterentwickelt. Neben der Anhebung auf 65 Prozent bis 2040 enthält das Gesetz unter anderem Anpassungen bei fortschrittlichen Biokraftstoffen, strengere Anforderungen an die Anrechenbarkeit erneuerbarer Kraftstoffe und zusätzliche Maßnahmen zur Betrugsprävention. Neu aufgenommen wurde zudem, dass Ladestrom aus Biogas ab Januar 2028 auf die THG-Quote anrechenbar sein soll. Gerade für Biogas- und Biomethanunternehmen ist das ein relevantes Signal für die weitere Markt- und Vermarktungsentwicklung.
Was das für Betreiber und Vermarkter bedeutet
Für Betreiber von Biogas- und Biomethananlagen ist die neue THG-Quote vor allem strategisch relevant. Höhere Quoten und neue Erfüllungsoptionen können die Bedeutung erneuerbarer Gase im Verkehrssektor weiter stärken. Gleichzeitig steigen aber auch die Anforderungen an regulatorische Einordnung, Nachweisführung und Marktpositionierung. Wer die neuen Rahmenbedingungen frühzeitig bewertet, kann Vermarktungsoptionen besser einschätzen und gezielter nutzen.
Preisentwicklungen im THG-Markt mit im Blick behalten
Neben den regulatorischen Änderungen bleibt auch die Preisentwicklung im THG-Markt entscheidend. Die beigefügte Grafik zeigt aktuelle Preisindikationen für fortschrittliche Qualitäten nach Zahlungszeitpunkt und macht deutlich, dass regulatorische Rahmenbedingungen und Marktpreise eng zusammenhängen. Für Unternehmen, die Biomethan vermarkten oder ihre Position im THG-Markt weiterentwickeln wollen, kommt es deshalb darauf an, beide Entwicklungen gemeinsam zu bewerten.
Regulierung und Vermarktung frühzeitig zusammendenken
Gerade bei neuen Chancen rund um Biomethan und biogasbasierten Ladestrom ist eine frühzeitige Einordnung entscheidend. Wir unterstützen Biogas- und Biomethanunternehmen dabei, die neuen regulatorischen Rahmenbedingungen einzuordnen, Vermarktungsoptionen zu bewerten und daraus konkrete strategische Schritte abzuleiten. So lassen sich Entwicklungen nicht nur politisch verstehen, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll nutzen.
Fazit: Jetzt die Relevanz für das eigene Geschäft bewerten
Mit der verabschiedeten Novelle zur Treibhausgas-Minderungsquote setzt die Politik ein klares Signal für erneuerbare Kraftstoffe im Verkehrssektor. Für Biogas- und Biomethanunternehmen kann das neue Chancen in der Vermarktung und Positionierung eröffnen. Entscheidend ist jetzt, die neuen Regeln und die aktuellen Preisentwicklungen im Markt gemeinsam zu bewerten und die praktische Relevanz für das eigene Geschäft frühzeitig einzuordnen.
Sie haben Fragen zur neuen THG-Quote und ihren Auswirkungen auf Vermarktung und Positionierung? Sprechen Sie uns an — wir unterstützen Sie bei der Einordnung und zeigen auf, welche Chancen sich für Ihr Unternehmen ergeben können.
Quellen: Deutscher Bundestag: „Bundestag stimmt Anhebung der THG-Quote zu“, „Gesetzentwurf zur Anhebung der THG-Quote angenommen“; Bundesregierung: „Treibhausgasminderungsquote“. Stand: Juli 2026.